Wird der Gründungszuschuss ganz gestrichen?

Wird der Gründungszuschuss ganz gestrichen?

Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht, aber die Meldungen der Kunden, die gerade dabei sind, sich selbstständig zu machen, sprechen eine deutliche Sprache.

Immer wieder seit Ende Februar:
Gründer erhalten die Nachricht von ihren Sachbearbeitern in der Agentur für Arbeit in München: Keine Chance auf einen Gründungszuschuss! Die einen, die schon in einem Existenzgründerseminar sind und ermutigende Unterstützung von ihren Sachbearbeitern erhalten haben, werden nun angerufen mit der Nachricht, dass die Chance nunmehr gleich Null sei. Das gilt auch, wenn sie bereits gegründet haben und der Antrag noch nicht genehmigt ist. Manche von ihnen waren erst durch die Agentur auf die Idee gebracht worden, ihre Arbeitslosigkeit durch eine Existenzgründung zu beenden.
Die anderen werden gleich beim ersten Gespräch darüber aufgeklärt, dass keinerlei Aussicht auf die Gewährung eines Gründungszuschusses bestehe und es wird ihnen nicht einmal der Antrag ausgehändigt.

Konkret ist dieses Beispiel:
„Ich wurde gerade von meiner Beraterin beim Arbeitsamt […  München … ] angerufen.
Sie hat mir schlechte Neuigkeiten überbracht: letzte Woche wurde entschieden, dass ALLE Anträge auf Gründungszuschuss abgelehnt werden, weil das Arbeitsamt schon weit über dem Plan ist.
Sie hat mir angeboten, dass ich die Abmeldung von der Arbeitslosigkeit rückgängig machen kann im Laufe der Woche oder dass ich weiter den Antrag auf Gründungszuschuss einreiche, den sie dann ablehnen wird. Dann kann ich in den Widerspruch gehen. Das geht dann zur Widerspruchsstelle und dann später vor Gericht.
Sie hoffen, dass das möglichst viele machen, denn sie (ich nehme an, einige Mitarbeiter des Amtes) finden das nicht ok, dass auch rückwirkend die Anträge abgelehnt werden. Vor allem, weil vielen von uns ja kommuniziert wurde, dass der Antrag wahrscheinlich durchgeht.“

Ein weiteres:
„Herr X von der Arbeitsagentur hat mich vor 3 Tagen angerufen. Er sagte mir, dass meine Chancen auf Gründerzuschuss gleich Null seien, weil er (die Arbeitsagentur) seit kurzem ganz streng prüfen müsse, ob der Zuschuss wirklich notwendig sei. Er sagte es nicht, aber es war klar, dass es eine Sparanweisung von oben gibt, die hart umgesetzt wird.
Er empfahl mir in der Anlaufphase – wenn möglich und notwendig – von der 15-Stunden-in-der-Woche-Regelung während der Arbeitslosenzeit Gebrauch zu machen. Ich werde das tun, wenn es passt und den Gründerzuschuss NICHT beantragen.“

Die Agentur für Arbeit in München scheint Geld einsparen zu müssen. Man kann sich vorstellen, dass dies ein Dilemma darstellt. Dahingestellt bleibt, ob der jetzt offenbar eingeschlagene Weg der richtige ist.

(MH)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.